Scheußliches auf dem Bahnhof Schönhauser

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Manchmal ensteht aus Anti-Szene Kult. So geschehen auf dem S-Bahnsteig Schönhauser Allee. Neben Zeitungen und Bockwurscht wird dort hauptsächlich so fieser Kitsch angeboten, dass sich einem die Fußnägel aufrollen. Ich frag mich immer, wer dis kaufen soll. Kaufen neuberliner Schwaben aus Sentimentalität Kuckucksuhren? Bringen Touris wirklich Acrylquader mit Brandenburger-Tor-Lasergravur mit nach Hause? Dann wärs wenigstens raus außer Stadt. Mein Favorit is ein Regenbogenfarbiger Mini-Zimmerspringbrunnen mit Glitzerapplikation. Der is so hässlich, den müsste man fast kaufen.
…?…Ahaaa, Marketingkonzept erkannt.

6 Responses to “Scheußliches auf dem Bahnhof Schönhauser”

  1. Alex Says:

    Die arme Wohnung von Micha… der wird sich wundern, wenn du vom “Schönhauser-Ikea” zurückkommst… ;-)

  2. Jean Pierre Says:

    Jetzt muss ich doch mal eine Lanze für die Exil-Baden-Württemberger brechen! Die Kuckucksuhr kommt ursprünglich aus dem Schwarzwald, und der liegt im badischen Teil von Baden-Württemberg. Nichts ist für einen von dort stammenden Einheimischen schlimmer, als mit der “anderen” Bevölkerungsgruppe (Württemberger Schwaben bzw. Badenern) verwechselt zu werden. ;-)

    Übrigens habe ich hier in Amiland schon einige cuckoo clocks gesehen — Mitbringsel aus dem Urlaub in Deutschland. Jetzt weißt Du, wer den Krempel kauft.

  3. Katzel Says:

    und noch ne anmerkung: die quaderteile sind aus glas! ;-) und ich kenn da so einzelne leute aus dem berliner umland, die sich an diesen scheußlichkeiten tatsächlich erfreuen - aber sind halt keine berliner! :-)

  4. wohngebietsadonis Says:

    kenne sogar jemanden, der sein studium jeschmissen hat, um jetze
    hauptberuflich die ollen würfel herzustellen. muss wohl ne menge
    knete bei rumkommen!

  5. o. Says:

    wird’s nich langsam mal zeit für’n neuet schicket bild?

  6. Britta Says:

    lieber ole, dein wunsch sei mir befehl…

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